| Capoeira |
|
|
Im 17.Jahrhundert gründeten entflohene Sklaven etliche Quilombos (selbstverwaltete Gebiete), in denen sich die Capoeira weiterentwickeln konnte. Die Bewohner von Palmares, dem bekanntesten Quilombo, führten einen jahrzehntelangen Krieg mit den von den Kolonisatoren eingesetzten Verfolgern. Die ehemaligen Sklaven setzten Capoeira nicht nur im direkten Kampf ein, auch ihre Kampftechnik wies Züge der Capoeira auf - scheinbares Aufgeben durch Zurückweichen in ihre bekannte Gebiete, um dann die Verfolger mit einem Überraschungsangriff zu überwaltigen. Auch nach Abschaffung der Sklaverei war die Capoeira weiterhin verboten. In den Städten wurde dennoch von der armen Bevölkerung bei Straßenfesten, in den Arbeitspausen und bei anderen Gelegenheiten Capoeira auf der Straße gespielt, wobei es nicht nur durch das Eingreifen der Polizei häufig zu Tumulten kam.Durch härteste Verfolgung und Bestrafung der Capoeristas verschwand die Capoeira in den 20er Jahren nahezu vom Straßenbild Trotz des Verbotes wurden in Salvador von Mestre Bimba und Mestre Pastinha die ersten Capoeira-Schulen gegründet. Mestre Bimba kreierte durch hinzufügen weiterer Bewegungen einen neuen Stil, die Capoeira Regional (in Abgrenzung zu der traditionellen Capoeira Angola), und es gelang ihm, die politischen Machthaber vom kulturellen Wert der Capoeira zu überzeugen. Anders als z.B. in asiatischen Kampfkünsten bezieht die Capoeira ihre Kraft und Energie aus der Musik.Die Musiker und alle weiteren Capoeiristas bilden einen Kreis, die Roda de Capoeira, in der sich zwei Capeiristas begegnen, um die erlernten Bewegungen im. freien Spiel zu praktizieren. Ziel des Spieles ist es nicht, den Anderen durch Aggression zu "besiegen", sondern sich in gekonntem Zusammenspiel durch geistige und körperliche Geschicklichkeit und Schnelligkeit die Grenzen aufzuzeigen. Im Capoeira - wo Intuition und Improvisation gefragt sind, treffen die Gegensätze aufeinander: Kämpfen und Spielen, Aggressivität und Poesie, die Eleganz des Tanzes, die geschmeidige Kraft der Akrobatik, der Rhythmus der Musik und die Effektivität des Kampfes. Mehr Infos zur Capoeiragruppe im Kenpokan findet ihr unter: Trainingszeiten: Montag: 20:15 - 21:30 Uhr (alle) Hier noch ein kleiner Ausschnitt vom Training am Mittwoch:
|
| 10.September '10 Wolverin Scout-Martial Arts und Wahrnehmung Camp |
| 24.September '10 Pekiti Tirsia/Kali Euro Camp 2010 mit Tuhon William Mc Grath |
| 16.Oktober '10 Thai Boxen mit Ajarn Chai |
| 23.Oktober '10 Seminar mit Marcus Beyer |
| 06.November '10 Kenpokan Fight Night 6 |
| 27.November '10 Semiar mit Benjamin "Lonely Dog" Rittiner |